okanwebstudio
Festpreis in 8 Min → Erstentwurf binnen 7 Werktagen - sonst 10% Rabatt

Blog · Gastro · 02.06.2026

Restaurant-Webseite 2026 — was wirklich rein muss

Eine Restaurant-Webseite hat heute zwei Jobs: der hungrige Gast in 30 Sekunden findet was er sucht — und Google versteht was, wann und wo Sie servieren. Beides klingt einfach, wird in der Praxis aber regelmaessig verbockt. Hier die ehrliche Pflicht-Liste plus die Extras die wirklich zaehlen.

TL;DR — die 8 Bausteine im Ueberblick

Eine moderne Gastro-Webseite braucht 2026 mindestens das hier:

  1. Speisekarte — aktuell, LMIV-konform (14 Allergene markiert)
  2. Reservierungs-System — OpenTable, Resmio oder Eigen-Formular
  3. Oeffnungszeiten — auf der Seite UND als Schema.org-Markup fuer Google
  4. NAP-Block — Name, Adresse, Telefon — identisch ueberall
  5. Mobile-First-Layout — ueber 70 % der Gastro-Suchen kommen vom Smartphone
  6. Google-Business-Profil-Verknuepfung — Rezensionen, Fotos, Karten-Pin
  7. Foto-Galerie — eigene Bilder, kein Stock, Insta-Embed oder native
  8. Take-Away- und Lieferung-Buttons — auch wenn Sie es nur teilweise anbieten

Wenn auch nur einer dieser Bausteine fehlt, verlieren Sie konkret Reservierungen. Im naechsten Abschnitt: warum, und wie man es richtig macht.

1. Die Speisekarte — LMIV ist Pflicht, nicht Empfehlung

Das wichtigste Element auf jeder Gastro-Webseite ist die Speisekarte. Ueber 80 % der Restaurant-Besucher schauen sich vor dem Besuch die Karte an. Wenn die Karte schwer zu finden, schlecht lesbar oder veraltet ist, verlieren Sie Gaeste bevor die ueberhaupt an einen Tisch gedacht haben.

Zusaetzlich gilt die Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV): jedes angebotene Gericht muss die 14 Hauptallergene kennzeichnen (Gluten, Krebstiere, Eier, Fisch, Erdnuesse, Soja, Milch, Schalenfruechte, Sellerie, Senf, Sesam, Sulfite, Lupinen, Weichtiere). Das gilt auch online — eine PDF-Karte ohne Allergen-Markierung ist formal ein Verstoss.

Was ich konkret empfehle:

  • Speisekarte als echte HTML-Seite, nicht als PDF (Google indexiert PDFs schlechter)
  • Allergene als Hochziffern oder Icons neben jedem Gericht (z.B. "Pasta CarbonaraA,C,G")
  • Klare Legende am Anfang oder Ende der Karte
  • Preise aktuell halten — veraltete Preise sind Aerger an der Kasse
  • Optional: Vegetarisch / Vegan / Glutenfrei-Filter — senkt Absprung-Rate

Wer Wechsel-Karten hat (Tageskarte, Wochenkarte): die Webseite muss ein einfaches Update-System haben. Im Tier-II-Setup bekommen Sie dafuer entweder ein leichtes CMS oder einen Care-Vertrag wo ich die Updates einspiele — je nachdem was wirtschaftlicher ist.

2. Reservierung — OpenTable, Resmio oder Eigen-Formular?

Hier gibt es keine eine Antwort — es kommt auf Ihren Betrieb an. Die Optionen ehrlich gegenuebergestellt:

Loesung Kosten Vorteil Nachteil
OpenTable 1.49 EUR pro Gast (Provision) Reichweite, Google-Integration, Marketing-Push Provisions-Kosten, Lock-in, Marken-Sichtbarkeit OpenTable statt Restaurant
Resmio 49 – 99 EUR/Monat DE-Hoster, gute Karten-Integration, eigene Marke bleibt sichtbar Monats-Fixkosten unabhaengig von Buchungen
Quandoo 1 – 1.50 EUR pro Gast Aehnlich OpenTable, oft guenstiger in DE Aehnliche Trade-offs wie OpenTable
Eigen-Formular + Kalender 0 – 19 EUR/Monat Keine Provision, volle Kontrolle, Daten bleiben bei Ihnen Mehr Manuelle-Arbeit, kein Marketing-Push aussen, kein Live-Verfuegbarkeit

Faustregel: bei < 30 Reservierungen pro Tag lohnt sich oft das Eigen-Formular plus Cal.com oder ein einfaches Astro-Formular das per E-Mail landet. Ab 30+ Reservierungen pro Tag wird ein spezialisiertes System (Resmio fuer DE-Betriebe) sinnvoll, weil die Verwaltung sonst zu aufwendig wird.

Wichtig: nicht beide Wege gleichzeitig. Wenn Sie OpenTable nutzen und parallel ein E-Mail-Formular haben, doppeln Sie Buchungen oder verlieren den Ueberblick. Ein klarer Weg, klar kommuniziert.

3. Oeffnungszeiten — nicht nur auf der Seite, auch fuer Google

Oeffnungszeiten gehoeren in jeden Footer und ins Kontakt-Modul. Aber das reicht 2026 nicht mehr. Google liest strukturierte Daten (Schema.org) aus dem HTML-Code und zeigt Ihre Oeffnungszeiten direkt in der Suche an — mit "Geoeffnet bis 22:00" oder "Schliesst gleich". Das ist Conversion-Gold.

Konkret: das Schema.org-Markup OpeningHoursSpecification als JSON-LD im <head>. Beispiel:

{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "Restaurant",
  "name": "Bistro Luca",
  "openingHoursSpecification": [
    {
      "@type": "OpeningHoursSpecification",
      "dayOfWeek": ["Tuesday", "Wednesday", "Thursday"],
      "opens": "17:30",
      "closes": "22:00"
    },
    {
      "@type": "OpeningHoursSpecification",
      "dayOfWeek": ["Friday", "Saturday"],
      "opens": "17:30",
      "closes": "23:00"
    }
  ]
}

Bei mir im Tier-II- und Tier-III-Setup ist das Standard — das Schema wird automatisch aus den Daten generiert die Sie im Briefing eintragen. Sonderzeiten (Feiertage, Betriebsferien) kommen als separate OpeningHoursSpecification-Eintraege mit validFrom und validThrough.

4. NAP-Konsistenz — Local-SEO-Pflicht

NAP steht fuer Name, Adresse, Telefonnummer. Diese drei Datenpunkte muessen ueberall im Internet identisch sein: Webseite, Google-Business-Profil, Facebook, Instagram, Yelp, TripAdvisor, Branchen-Verzeichnisse.

Warum? Google nutzt NAP-Konsistenz als Vertrauenssignal fuer lokale Suchergebnisse. Steht in Google-Maps "Bistro Luca, Bahnhofstr. 12" und auf der Webseite "Bistro Luca GmbH, Bahnhofstrasse 12a", behandelt Google das als zwei verschiedene Datensaetze. Resultat: schlechteres Ranking in der Lokal-Suche.

Konkrete Checks:

  • Name exakt wie im Handelsregister bzw. Gewerbeanmeldung
  • Adresse mit gleicher Schreibweise (Strasse vs Str., abgekuerzt oder ausgeschrieben)
  • Telefonnummer im gleichen Format (+49 641 ... vs 0641 ...)
  • Bei mehreren Standorten: jeder Standort eigene Unterseite mit eigenem NAP
  • Auf der Webseite den NAP-Block als echten Text, nicht im Bild

5. Mobile-First — ueber 70% suchen vom Handy

Restaurant-Suchen sind Smartphone-Suchen. Jemand laeuft durch die Innenstadt, sucht "italienisch in der Naehe", scrollt Google-Maps, klickt sich durch zwei Webseiten. Die Seite die in 2 Sekunden lesbar ist und einen Reservier-Button am Daumen hat, gewinnt.

Was Mobile-First konkret bedeutet:

  • Telefonnummer als klickbarer Link (tel:+49...) im Header
  • Karten-Link als klickbarer Maps-Link (oeffnet Google-Maps oder Apple-Karten direkt)
  • Reservieren-Button als sticky CTA am unteren Rand
  • Speisekarte in kollabierbaren Kategorien statt einer riesigen Scroll-Liste
  • Lade-Zeit unter 2 Sekunden auf 4G (Image-Optimization, kein 5 MB Hero-Foto)

Faustregel: wenn die Seite auf dem iPhone-SE (kleinstes aktuelles Geraet) nicht in 30 Sekunden zum Reservier-Klick fuehrt, ist sie falsch gebaut.

6. Google-Business-Profil — oft wichtiger als die Webseite

Die unbequeme Wahrheit: viele Gaeste klicken nie auf Ihre Webseite, sondern reservieren direkt aus Google-Maps. Das Google-Business-Profil (GBP) ist 2026 die zweite "Webseite" Ihres Restaurants — kostenlos, aber oft schlecht gepflegt.

Was Sie pflegen muessen:

  • Aktuelle Oeffnungszeiten — auch Feiertage und Sonderzeiten
  • Mindestens 20 eigene Fotos — Innen, Aussen, Teller, Team
  • Speisekarten-Link zur HTML-Karte auf Ihrer Webseite
  • Reservier-Link direkt zu OpenTable / Resmio / Eigen-Formular
  • Antworten auf Rezensionen — ja, auch auf die schlechten, sachlich
  • Posts bei besonderen Events (Wochenkarte, Feiertage)

Die Webseite und das GBP muessen verlinkt sein — und die Daten muessen konsistent sein (NAP). Wer beides pflegt, gewinnt lokal. Wer nur die Webseite pflegt, verliert die 60 % der Gaeste die nie auf die Webseite klicken.

7. Foto-Galerie — Instagram-Embed oder eigene Galerie?

Beides geht, aber mit Trade-offs:

  • Instagram-Embed: automatisch aktuell, kein Pflege-Aufwand, aber: Instagram-Branding sichtbar, Ladezeit-Penalty (300 KB+ JavaScript), Insta-Algorithmus entscheidet was sichtbar ist, BFSG-Probleme moeglich.
  • Eigene Galerie: volle Kontrolle, schnell (WebP-Format, lazy-loading), BFSG-konform, aber: Sie muessen regelmaessig neue Bilder hochladen oder die Galerie veraltet.

Empfehlung: eigene Galerie mit 12-20 sorgfaeltig kuratierten Bildern als Basis, optional ein dezenter "Folgen Sie uns auf Instagram"-Link am Ende. Keine eingebetteten Insta-Feeds — die kosten Performance und bringen wenig.

Wichtig fuer alle Fotos: eigene Bilder, kein Stock. Gaeste sehen sofort wenn die "kuechen-typischen" Bilder von Shutterstock kommen. Eine 200-EUR-Foto-Session mit Smartphone und Tageslicht liefert in der Regel bessere Ergebnisse als jeder Stock-Katalog.

8. Take-Away und Lieferung — auch wenn Sie es nur halb anbieten

Seit Corona ist Take-Away / Lieferung fester Bestandteil der Gastro-Suche. Selbst wenn Sie nur 2-3 Gerichte zum Mitnehmen anbieten: kommunizieren Sie es klar auf der Webseite. Sonst suchen Gaeste das naechste Restaurant das es anbietet.

Optionen:

  • Eigene Take-Away-Bestellung per Telefon oder einfaches Formular
  • Lieferando / Wolt / Uber Eats Verlinkung im Header
  • Eigener Lieferung mit Click-and-Collect-Slot-System (z.B. Resmio)
  • Bei "Nein, wir liefern nicht": einen klaren Hinweis ("Take-Away auf Vorbestellung — Tel. 0641 ...")

Wichtig: nicht versteckt im Footer. Take-Away ist oft die Conversion bei Mittagspause-Suchen. Der Button gehoert sichtbar in den Header oder als sticky-Element am Mobil-Bildschirm.

Was Sie konkret bei mir bekommen

Im Tier I (1.490 EUR) ist die Single-Page-Version dabei: Speisekarte als HTML, Reservierung per Formular, NAP-Block, Oeffnungszeiten mit Schema.org-Markup, Mobile-First, eine Foto-Galerie. Live in 48 Stunden.

Im Tier II (1.890 EUR) kommen Multi-Page-Architektur (eigene Speisekarten-Seite, Wein-Karte, Events-Seite), Foto-Pipeline mit Editorial-Treatment und CMS-Integration fuer Speisekarten-Updates dazu.

Im Tier III (Auf Anfrage) bekommen Sie das volle Programm: Custom-Architektur, Cinema-Layer fuer Hero-Fotografie, eigene Marken-Sprache, Multi-Standort-Support, Resmio- oder OpenTable-Integration auf API-Ebene. Festpreis nach Briefing — massgeschneidert auf Ihre Konstellation.

Konkret sehen koennen Sie das in der Bistro-Luca-Demo — das ist eine echte Tier-II-Restaurant-Seite, gebaut nach genau dem Pattern in diesem Artikel.


FAQ — haeufige Anschluss-Fragen

Brauche ich wirklich eine Webseite, wenn ich auf Google-Maps gut bewertet bin?

Kurze Antwort: ja. Google-Business-Profil ist Pflicht, aber es ersetzt keine Webseite. Begruendung: 1) viele Gaeste googeln den Restaurant-Namen direkt und erwarten eine offizielle Seite, 2) auf der eigenen Seite kontrollieren Sie Marke und Botschaft (auf GBP nicht), 3) ohne Webseite haben Sie keinen Ort fuer Speisekarten-Updates, Events, Berichterstattung, und 4) Google bevorzugt im Ranking Betriebe mit eigener Webseite.

Wie haeufig sollte die Speisekarte aktualisiert werden?

Mindestens bei jeder Preisaenderung — alte Preise sind Aerger an der Kasse. Bei Wechsel-Karten (Tageskarte, Wochenkarte) idealerweise woechentlich. Saisonale Anpassungen quartalsweise. Im Care-Paket fuer 49 EUR/Monat uebernehme ich die Updates — oder Sie bekommen ein leichtes CMS wo Sie selbst pflegen koennen.

Was kostet ein professionelles Foto-Shooting fuer das Restaurant?

Zwischen 400 und 1.200 EUR fuer einen Halb-Tag mit Foodfotograf. Fuer viele Mittelstand-Betriebe ist das die richtige Investition — Bilder leben oft 3-5 Jahre auf der Seite. Wer das Budget nicht hat: Smartphone-Bilder bei Tageslicht (Fenster im Ruecken, Teller auf neutralem Untergrund) sehen oft besser aus als guenstige Stock-Fotos.

Muss ich die Allergen-Markierung wirklich auf der Webseite haben?

Ja, wenn die Speisekarte online ist. LMIV Artikel 14 verlangt Allergen-Information bei "Fernabsatz" — und eine online-publizierte Speisekarte zaehlt dazu. Bei reinen "Beispiel"-Karten ohne aktuellen Preisen und Verfuegbarkeit ist die Lage rechtlich unklarer, aber sicher ist sicher. Allergen-Markierung ist auch nutzerfreundlich — Allergiker werden zu Stamm-Gaesten, wenn sie sich informieren koennen.

Welcher Tier passt fuer mein Restaurant?

Solo-Restaurant ohne grosses Marketing-Budget: Tier I (1.490 EUR). Mittlerer Betrieb mit Wechsel-Karte, Events und mehreren Service-Bereichen (z.B. Restaurant + Catering): Tier II (1.890 EUR). Mehrere Standorte oder gehobenes Konzept mit eigener Marken-Sprache: Tier III (Auf Anfrage — Festpreis nach Briefing). Im 8-Minuten-Briefing bekommen Sie eine konkrete Empfehlung.

Was Sie als naechstes tun koennen

Wenn Sie wissen wollen wie Ihre Restaurant-Webseite konkret aussehen koennte: fuellen Sie das 8-Minuten-Briefing aus. Sie bekommen binnen 24 Stunden einen Festpreis-Vorschlag und einen Mockup-Entwurf der zu Ihrem Konzept passt.

Wenn Sie erst schauen wollen, was moeglich ist:

Quellen und weiterfuehrende Links

08 · Bereit?

Acht Minuten jetzt. Live in 48 Stunden.

Briefing ausfüllen, in 24h Festpreis erhalten, in 48h Tier I live. Wer wartet, zahlt nächste Woche immer noch das Gleiche — nur eine Woche später am Markt.

Festpreis in 24h 14 Tage Rückgabe-Recht Studio in Gießen

Cookie-Einstellungen

Sie können jederzeit Ihre Auswahl ändern. Notwendige Cookies sind für die Funktion der Seite erforderlich und nicht abwaehlbar.

Kategorien